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Begrüßung durch einen Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend
05.11.2010, 09:30–09:50 Uhr, Raum 1Unterlagen
Transkription:
Begrüßung durch Eva Papst
Eva Papst: Einen wunderschönen guten Morgen in Kaisermühlen bei Kaiserwetter.
Schön, dass Sie so zahlreich gekommen sind. Es wird heute noch sehr, sehr mollig hier werden. Wir werden ein bisschen eng aufeinander sitzen. Ich darf Sie herzlich begrüßen im Namen von accessible media und wünsche Ihnen einen unterhaltsamen, informativen, vielleicht auch ein bisschen anstrengenden und vor allem einen netzwerklichen Tag.Wir haben wieder ein sehr buntes Programm für Sie zusammengestellt. Wir werden uns beschäftigen mit so Dingen wie Blogs, wir werden uns beschäftigen mit öffentlichen Auftritten, mit privaten Auftritten, mit Medien, mit multimedialen Dingen. Ganz nach dem Motto die digitale Freiheit. Denn Barrierefreiheit ist ja eigentlich auch ein Freiheitskampf wenn man so will.
Eva Papst während ihres Vortrags Ja, mir bleibt dann noch die Freude mitzuteilen, dass die Veranstaltung, wie Sie ja schon gemerkt haben, auch diesmal wieder gratis ist.
Das heißt Sie haben freien Eintritt und das ist zu danken unseren zahlreichen Sponsoren, allen voran das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, die uns wieder mit einem sehr großen Betrag gefördert haben. Das Bundeskanzleramt, das uns diesmal auch sehr unterstützt hat, und wie üblich der Presse- und Informationsdienst von Wien, AT, die Österreichische Computergesellschaft, nicht zu vergessen unseren Fotografen, der das ganz gratis macht, der Andreas Hafenscher. Und, was Sie auch noch testen können, die Getränke wurden von Ottakringer gesponsert.
Gesponsert wurde diese Veranstaltung natürlich auch durch das Organisationsteam und die vielen Leute, die im Hintergrund gearbeitet haben, denen ich an dieser Stelle herzlich danken möchte. [Applaus]
Bleibt mir jetzt noch einen schönen Tag zu wünschen und den ersten Redner auf die Bühne zu bitten, ein Vertreter des Bundesministeriums hat jetzt das Wort. Danke schön. Durch das Programm führt Sie dann Klaus Miesenberger als Moderator.
Einführende Worte von Robert Lender:
Robert Lender: Einen schönen guten Morgen. Ich möchte Sie herzlich im Namen des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend beim fünften A-Tag im Jahr 2010 begrüßen. Also Rede halte ich keine, kurze Eröffnungsworte. Ich wollt eigentlich, in der Vorbereitung hab ich mir überlegt, den Finger in einige Wunden der Accessibility hineinzustecken, etwas darüber zu reden, wo es noch offene Punkte gibt, über die wir diskutieren müssen, welche Probleme es gibt. Ich wollt auch über Ärgernisse berichten wie dass ich vor einiger Zeit oder vor einigen Tagen eine Tageszeitung aufgeschlagen habe, dort einen Bericht über die Accessibility von Gemeindewebseiten gelesen hab und die Bewertung über die Accessibility war allein das, dass man nachgeschaut hat, ob die berühmten drei A auf der Webseite für die Textvergrößerung zu finden ist.
Ja, über all das wollt ich eigentlich erzählen und hab mir gedacht: nein, das mach ich nicht. Wir Wiener sind an sich dafür sehr bekannt, dass wir hier sehr granteln und ich denk mir, das möchte ich insbesondere unseren internationalen Gästen nicht antun, die auch hier zahlreich vertreten sind, die ich auch ganz besonders herzlichst begrüße. Nein, ich möchte eigentlich heute und das denke ich mir ist auch der A-Tag wert etwas ein bissel Positiveres erzählen und einfach ein paar Schlaglichter auf positivere Entwicklungen der letzten Jahre setzen.
Robert lender während seines Vortrags Das Ministerium fördert nun schon zum dritten Mal, also im dritten Jahr diese Veranstaltung, den A-Tag. Und in diesen drei Jahren ist doch auch einiges passiert in der Web-Accessibility-Szene in Österreich und auch weltweit. Im Jahr 2008, ich denke mal ein wichtiger Schritt, wir haben die vorigen oder die ersten A-Tage, war es ja quasi schon ein Running Joke über die WCAG und die Nummer 2.0 zu witzeln.
2008 haben wir dann die WCAG 2.0 erhalten und ich denk mir ein wichtiger Schritt auch in der Vermittlung dieses Themas an andere und auch an Techniker.
Im Jahr 2009, und das wissen vielleicht wenige, gab’s auch infolge des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes eine Änderung der allgemeinen Rahmenrichtlinien des Bundes, die dafür zuständig sind die Förderung der meisten Bundesministerien zu regeln. Und in diesen allgemeinen Rahmenrichtlinien wurde nun festgelegt, dass auch jedes Ministerium bei einer Förderung darauf schauen muss, dass die Bestimmungen des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes eingehalten werden.
Ich denk mir auch ein wichtiger Schritt in Richtung auch der Förderung von Websites oder sonstigen Dingen im IT-Bereich. Ja, und die letzten drei Jahre hat grad das Jugendministerium, also der eine Part des BMWFJ viele Schritte gesetzt und auf Dialog gesetzt mit Jugendorganisationen, Jugendeinrichtungen.
Wir haben viel diskutiert und weiterentwickelt um gerade in der Jugendarbeit dort die Webangebote entsprechend barrierefrei hinzubekommen. Da gab’s viel an Diskussionen, auch an Streitereien, aber ich denk mal wir sind jetzt schon auf einem sehr guten Weg und es gibt schon sehr gute Entwicklungen.
Und eines der Folgen würde ich einmal sagen ist, dass ich hier auch heute etlichste Vertreter von Jugendeinrichtungen beim A-Tag begrüßen kann. Ich denk mal ein weiterer wichtiger Schritt in den letzten Jahren war, dass die Web Accessibility-Szene sich raus aus der Szene bewegt hat. Es gab einfach eine Öffnung hinaus, mehr Diskussionen auch mit anderen Fachbereichen, mit anderen ja Thematiken, Schlagwörter wären da Web 2.0, quasi also nicht nur die barrierefreie Website, die klassische statische, sondern sich auch wirklich damit zu beschäftigen, wie ist denn das mit Social Networks, wie ist das mit Videos, wie ist das mit anderen Bereichen. Ich denk mal das ist ein sehr, sehr wichtiger Schritt gewesen um auch auf der Höhe der Zeit zu sein.
Und ich denk mal eines der sichtbaren Dinge ist auch, dass wir auch eine sehr junge Entwicklerszene in Österreich haben, die jetzt quasi durchstartet und die sich sehr viel freier mit dem Thema Web Accessibility beschäftigt, hier neue Ideen einbringt. Und ich denk mal das ist immer wichtig immer wieder neue Ideen auch einzubringen. Natürlich braucht auch diese Szene aber auch Unterstützung von den so genannten alten Hasen.
Und ich denk mal der Austausch wichtig und da ist grad der A-Tag sicherlich eine gute Plattform um diesen Austausch auch herzubekommen. Ich denk mal ein kleines Zeichen auch für diese Öffnung der Szene ist die Website des A-Tages selber. Vielleicht kurz Werbung, wer’s noch nicht gesehen hat, der Bereich Interaktiv, dort findet man ja eine Schnittstelle zu Twitter und zu Flickr, zur Fotoplattform, und Twitter, quasi dem Mikroblogging-Dienst. Einerseits holen wir damit das Web 2.0 ein bissel in den A-Tag und hier herein und andererseits öffnet sich damit der A-Tag auch einer viel breiteren Gruppe an Menschen. Ich hab das schon im Vorfeld gemerkt, dass einfach Menschen, die sich wenig mit Web Accessibility beschäftigt haben, aufgrund des Tags, aufgrund anderer Berichte auch auf Twitter mal nachgefragt haben, was ist denn das. Ja, und da gab’s einfach Diskussionen. Und ich denk mal das ist wichtig grad in diese breitere Szene hineinzukommen, vielleicht auch einfach ja grad in unserem Bereich Jugendministerium auch einfach Jugendliche zu erreichen, die sich ganz wenig mit dem Thema beschäftigen und sie überhaupt einmal für das Thema zu sensibilisieren.
Ja und beim Thema Sensibilisieren möchte ich ganz kurz meine Beamtenkappe auf die Seite legen und wie fast alljährlich kurz einmal diese blaue Haube in die Hand nehmen. Wird manchen vielleicht schon etwas sagen und anderen nicht. Ich wollte ganz kurz drauf hinweisen, am 30. November gibt’s wieder den Blue Beanie Day. An diesem Tag setzen weltweit hunderte, wenn nicht tausende Menschen eine blaue Haube oder etwas Ähnliches auf, gehen hinaus, setzen unterschiedlichste Aktionen um auf das Thema Web Accessibility und Web Standards, auch ein wichtiges Thema, hinzuweisen. Und sie fotografieren sich mit dieser Haube und stellen dieses Foto auf ihre Profile in Social Networks wie Facebook, auf Flickr, auf Twitter und Co. Das ist natürlich eine Aktion, wo man sagen kann, das ist ein fürchterlicher Aktionismus, ist es auch, stimmt auch. Und wie ich in einem Blogbeitrag geschrieben hab, es wird auch nicht die Welt retten, aber es ist auch ein wichtiges Zeichen nach außen hin. Es ist ein Zeichen, das auffällt, das für Erregung vielleicht sorgt, für Aufregung oder zumindest zum Fragen stellen. Und ich denk mir das ist ganz was Wichtiges, dass wir einfach Menschen anregen, dass sie Fragen stellen, ja was ist denn das diese Web Accessibility überhaupt. Denn es gibt noch immer genügend Menschen, die keine Ahnung haben. Und wenn sich diese Menschen mal trauen überhaupt Fragen zu stellen, dann können wir überhaupt mal beginnen ihnen überhaupt Antworten zu geben. Und dazu soll einfach der Blue Beanie Day beitragen, also wenn Sie mitmachen wollen tun Sie’s einfach, Sie finden dazu genug im Internet. Wenn Sie keine Ahnung haben, können Sie mich auch gerne fragen.
Ja damit möchte ich eigentlich sozusagen meine Eröffnungsworte schon fast beenden. Ich möchte noch gerne kurz Danke sagen, einerseits Danke dem Verein accessible media für das große Engagement und die jetzt nun zum fünften Mal die Ausrichtung des A-Tages, der viel Arbeit bedeutet und der auch ja auch, der uns auch viele interessante Referenten und Referentinnen bringt. Und das ist gar nicht so einfach, die oft hier nach Österreich zu holen, aber andererseits höre ich auch wieder, dass viele auch sehr gerne kommen, weil sie wissen, welche Qualität und wie interessant auch der A-Tag ist. In dem Sinne auch herzlichen Dank auch an alle Mitwirkenden und auch einen herzlichen Dank an alle, die Sie hier heute gekommen sind und für Ihr Interesse zum Thema Web Accessibility. Und vielleicht ein kleines Beispiel wie bedeutsam der A-Tag oder welchen Stellenwert das hat, ich hab heute in der Früh gleich einmal sozusagen mein Twitter aufgemacht und mal nachgeschaut, was so zum A-Tag getwittert wurde. Und da hab ich einen Tweed entdeckt, den ich sehr nett gefunden hab, den ich kurz vorlesen möchte, keine Angst, sind eh nur 140 Zeichen. Der da lautet: „5:20 Uhr aufstehen, dann Zug, also wenn es nicht wegen dem A-Tag wäre.“ Ich denk mal das sagt alles sozusagen über den A-Tag.
In dem Sinne wünsche ich Ihnen eine informative und sehr anregende Veranstaltung. Ich würde mich freuen, wenn ich mit vielen von Ihnen noch ins Gespräch komme. Heute bis 23:59 Uhr als Socialising. Ich bin auf alle Fälle bis zum Schluss da. Alles Gute.
Vorstellung des Moderators Klaus Miesenberger
Klaus Miesenberger: Herzlichen Dank Herr Lender. Natürlich für die einführenden Worte, natürlich auch für die Unterstützung des A-Tages, ein Zeichen dafür, dass Accessibility auf politischer Ebene natürlich getragen von einer Gruppe von Interessierten, aber dass auch politisch dementsprechend Anklang findet. Danke natürlich auch an alle Sponsoren und Unterstützenden und ganz besonders auch bedanken möchte ich mich bei Eva, Frau Eva Papst und bei ihrem Team, die eben seit Jahren schon die Herausforderung annehmen, immer wieder interessante Themen in den 19. Stock des Tech Gate Vienna zu bringen.
Klaus Miesenberger stellt sich vor Mein Name ist Klaus Miesenberger, ich komme von der Universität Linz. Ich bin heute um 5:31 Uhr im Zug gesessen, habe aber nicht getwittert, weil ich meine Internetverbindung mit dem Handy nicht herstellen konnte. Ich arbeite an der Uni Linz, wir unterstützen Studierende mit Behinderungen, wir engagieren uns in der Informatik in der Forschung seit ca. 20 Jahren, Barrierefreiheit, assistierende Technologien. Ich bin Mitglied der Österreichischen Computergesellschaft und daher sehr stolz, dass auch die Computergesellschaft diese Veranstaltung fördert. Ich bin Mitarbeiter am Kompetenznetzwerk Informationstechnologie für Menschen mit Behinderungen in Oberösterreich, die in unserer Region versucht Barrierefreiheit umzusetzen, und ich bin in verschiedenen internationalen Netzwerken eingebunden und deswegen stehe ich hier vorne, deswegen hat mich Eva gebeten hier die Moderation mit zu übernehmen.
Was gibt es am Anfang noch zu sagen, organisatorische Dinge, erstens Rauchen, sollte irgend jemand Lust verspüren zu rauchen, eine Zigarette zu sich zu nehmen, ich mache nicht auf die gesundheitlichen Gefahren aufmerksam, wir bitten nur dafür heute bei dem schönen Wetter die Terrasse zu nutzen, das Haus, die Räume an sich hier sind rauchfreie Zone und wir bedanken und im Voraus, dass Sie auf die Nichtrauchenden und auf die Regelungen des Hauses Rücksicht nehmen.
Twitter, wurde schon angesprochen, zweimal, Herr Lender und ich, ein guter Versuch, einer, der gescheitert ist. Ein Vorschlag, vielen von Ihnen sind in Social Networks, schreiben Sie doch auf Ihren Bade rauf Ihren Twitter-Account, Ihren Twitter-Namen und dann können die Kolleginnen und Kollegen auch vielleicht hineinschauen, nachschauen was Sie denn so von sich geben über den A-Tag oder über andere Dinge, wäre vielleicht eine Möglichkeit diesen virtuellen Raum in die Realität hier in den 19. Stock herunter zu holen.
Ein Punkt noch, der mir gesagt wurde, den ich ankündigen sollte, Personen, die mit dem Auto gekommen sind, Parktickets kann man an der Registratur draußen bei, ich denke es ist noch immer Wolfram Huber, der draußen die Stellung hält, oder wer eben dann draußen bei der Registratur sitzen wird, dort kann man sich Parktickets lösen, wenn man auch aus der Parkgarage wieder hinaus möchte.
Soweit am Beginn zur Moderation, zur Einführung. Und damit möchte ich auch schon beginnen, überleiten zum ersten Thema, zum ersten…
Bilder von web’n’foto.
Tomas Caspers
Sylvia Egger
Eric Eggert
Wolfram Huber
Stefanie Meißner
Klaus Miesenberger
Peter Minarik
Philipp Naderer
Michael Rederer
Marco Zehe
Klaus Miesenberger
Robert Lender
Eva Papst